Unser Beirat

Mitdenken. Nachfragen. Weiterbringen

Die ethicSociety beschäftigt sich mit Fragen, auf die es selten einfache Antworten gibt. Umso wichtiger ist es für uns, auch die eigene Arbeit immer wieder zu reflektieren. Unser Beirat begleitet uns dabei mit Erfahrung und Fachwissen aus seinen jeweiligen Bereichen.

Der Blick von aussen

Ethik lebt vom Austausch und davon, Fragen zu stellen, genauer hinzuschauen und die eigene Sicht auch mal auf den Prüfstand zu stellen. Das gilt für die Themen, mit denen wir uns bei der ethicSociety beschäftigen – und genauso für uns selbst.

Unsere Beiratsmitglieder stehen uns bei ausgewählten Fragen beratend zur Seite und bringen ihre Einschätzungen dort ein, wo ein zusätzlicher Blick hilfreich ist. Dabei geht es uns nicht um fertige Antworten auf jede ethische Frage. Es kann genauso eine Rückfrage sein, ein Denkanstoss oder eine Einschätzung aus Praxis oder Wissenschaft, die uns ein Thema noch einmal anders betrachten lässt.

Wer uns begleitet

Hinter jedem Beiratsmandat stehen Erfahrungen, Wissen und Themen, die weit über eine Funktion oder einen Titel hinausgehen. Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Martin Hartmann, Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl und Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger die Mitglieder unseres Beirats vorzustellen.

Prof. Dr. Martin Hartmann

Rektor der Universität Luzern und Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Praktische Philosophie

Prof. Dr. Martin Hartmann ist seit 2011 Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Universität Luzern und seit August 2024 deren Rektor. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Politische Philosophie, insbesondere Pragmatismus, Vertrauen und Demokratietheorie, sowie Sozialphilosophie und Praktische Philosophie.

Vor seiner Berufung an die Universität Luzern war er unter anderem am Philosophischen Institut der Goethe-Universität Frankfurt und am Frankfurter Institut für Sozialforschung tätig. Forschungsaufenthalte führten ihn an die University of Chicago und das Maison des Sciences de l’Homme in Paris. 2018 und 2019 war er Fellow am Institute for Advanced Study in Princeton.

Zudem ist Martin Hartmann wissenschaftlicher Gesamtleiter des Executive MAS «Philosophie + Management» der Universität Luzern. 

“In unternehmerischen und institutionellen Planungsprozessen und Entscheidungssituationen werden ethische Aspekte häufig als Addendum betrachtet, als Zusatz, der bei Gelegenheit auch noch in den Blick genommen werden darf oder dessen Behandlung gleich in ein Ethik-Board ausgegliedert wird. Doch dieser Ansatz missversteht das Gewicht ethischer Fragestellungen. Sie zielen zumeist aufs Ganze und wollen von Anfang an Gehör erhalten. Die ethicSociety will diesem Gewicht gerecht werden und Diskussionen anregen, die ethische Perspektiven in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten stellen.” Martin Hartmann

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl

Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Universität Augsburg. Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl ist seit 2015 Inhaberin des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Universität Augsburg. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Bioethik. Dabei fokussiert sie sich sowohl auf den Lebensanfang, das Lebensende sowie auf die Palliativethik. Weitere Foki liegen auf der Beziehungsethik, Ethik der sog. Künstlichen Intelligenz sowie Umweltethik.

Kerstin Schlögl-Flierl studierte unter anderem an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, war “Visiting Scholar” am Boston College und promovierte 2006 an der Universität Regensburg. Sie gewann im 2011 den Essaypreis der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie.

2024 publizierte sie den Text “Addressing the needs and demands of child welfare: a connection between AI ethics and ethics of vulnerability” sowie “Was spricht aus ethischer Sicht gegen eine Legalisierung der Eizellspende”. Neben der Mitgliedschaft im Deutschen Ethikrat engagiert sich Kerstin Schlögl-Flierl im Zentrum für Klimaresilienz der Universität Augsburg und ist seit 2022 Principle Investigator im Center for Responsible AI Technologies (ein unabhängiger, interdisziplinärer Forschungs-Hub der Technischen Universität München (TUM), der Universität Augsburg (UNIA) und der Hochschule für Philosophie München (HFPH).

“Wie kann unser Leben gelingen? Die Ethik steht hier zur Seite.” KerstinSchlögl-Flierl

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Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger

Ordinarius für Theologische Ethik, Leiter des Instituts für Sozialethik ISE der Universität Luzern und Präsident der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH).

Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger forscht und lehrt zu ethischen Fragen an der Schnittstelle von Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Neben seiner Tätigkeit an der Universität Luzern ist er Gastprofessor an der ETH Zürich und am ETH AI Center sowie Visiting Fellow am Weltethos-Institut der Universität Tübingen. Zuvor war er Visiting Scholar an der University of Technology Sydney und Visiting Fellow an der Yale University.

Als Experte für ethische Fragen berät er nationale und internationale Organisationen und Institutionen, darunter UNO, UNICEF, EU und OSZE, sowie Unternehmen und NGOs. Er ist Präsident der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH sowie des «Ethikbeirats Smartes Luzern» der Stadt Luzern. Im August 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Konsultor des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen.

Für seine Forschung wurde er mehrfach von der UNO ausgezeichnet. 2024 erhielt er von den Studierenden der Universität Luzern den Best Teacher Award.

Peter G. Kirchschläger ist Studienleiter des Masterstudiums «Ethik» an der Universität Luzern:

«Ethik ist eine praxisorientierte Wissenschaft. Um ethisch begründetes Handeln zu fördern, braucht es das Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen und Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft. Die ethicSociety schafft dafür eine Plattform.» Peter G. Kirchschläger

Interesse, Neugier und Lust auf Diskussion

Unser Beirat soll mit der ethicSociety wachsen. Entscheidend ist für uns nicht nur fachliche Expertise, sondern auch die Bereitschaft, zuzuhören, Positionen zu hinterfragen und sich auf unterschiedliche Perspektiven einzulassen.

Denn genau dort wird es für uns spannend: wo Antworten nicht schon feststehen.